Hormone und Hormonbalance

Unsere Hormone haben viele wichtige Aufgaben in unserem Körper. Ohne sie geht in unserem Körper gar nichts. Hormone sind Botenstoffe und übermittlen Informationen. An nahezu allen Vorgängen in unserem Körper sind sie beteiligt.
Ein Ungleichgewicht oder einen Mangel bemerken wir an unterschiedlichen Symptomen. Diese sind am Anfang nicht stark ausgeprägt. Mit der Zeit weist uns unser Körper immer deutlicher darauf hin.

Hormone werden im Körper in folgenden Organen/Drüsen gebildet:

  1. Hypophyse
  2. Hypothalamus
  3. Schilddrüse
  4. Nebenschilddrüse
  5. Nebenniere
  6. Langerhans’sche Inseln
  7. Eierstöcke
  8. Hoden

Über den Blutstrom gelangen die Hormone dann an ihren Bestimmungsort.

Bei der Bestimmung der Hormone im Blut werden passiven (an Einweißmoleküle gebundenen) und die aktiven (ungebundenen) Hormone bestimmt. Nur die aktiven Hormone sind wirklich frei und daher im Körper wirksam.

Mögliche Symptome, die auf eine Hormonstörung hinweisen können

  1. Stimmungsschwankungen / Launen
  2. unerklärliche Ängste, Unruhe
  3. Erschöpfung, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit
  4. Ein- und Durchschlafstörung
  5. Schilddrüsenstörungen
  6. Konzentrationsstörungen
  7. Fehlgeburten
  8. Abnahme der Libido
  9. unregelmäßige Zyklen
  10. Zysten
  11. Myome
  12. Haarausfall
  13. Gewichtszunahme
  14. Reizbarkeit
  15. starkes Schwitzen
  16. Gelenkschmerzen
  17. Akne
  18. Kopfschmerzen / Migräne
  19. Erschöpfung schon am frühen Morgen
  20. ausgeprägte Körper- und Gesichtsbehaarung
  21. … und viele Weitere

Möglichkeiten, Hormonstörungen auf die Spur zu kommen

1. Genaue Beobachtung meiner körperlichen und psychischen Symptome / Beschwerden. Wann treten diese bevorzugt auf? Schon mit diesen Beobachtungen kann ein erfahrener Therapeut (im Bereich Hormone) Aussagen machen, in welchem Bereich der Hormone eine Unterstützung sinnvoll wäre und kann dann abschätzen, ob ein Speicheltest oder eine Laboruntersuchung sinnvoll wäre.

2. Hormonbestimmung im Blut
Im Blut finden wir die aktiven und die passiven Hormone (passive Hormone sind an Eiweißmoleküle gebunden und stehen uns daher momentan nicht zur Verfügung). Bei der Blutabnahme ist das Ergebnis die Summe der aktiven und passiven Hormone.

3. Speicheltest
Im Speichel sind nur die aktiven Hormone nachweisbar, also diejenigen, die momentan tatsächlich zur Verfügung stehen.
Den Test bekommen Sie nach Hause geschickt, Sie führen ihn dann selbst durch und senden ihn an das Labor.
Nach der Laboranalyse bespreche ich mit Ihnen dann die Ergebnisse und erstelle für Sie ein individuelles naturheilkundliches Rezept.

Häufig kommt es zu einer Diskrepanz der Symptome und den Blutabnhamebefunden. Es sind eindeutige Symptome vorhanden, die im Blutentnahmebefund teilweise noch nicht sichtbar sind.  Im Speicheltest dagegen zeigt sich schon sehr früh ein Mangel.
Ein weiterer Unterschied zwischen den beiden Testmethoden ist, dass im Blut die freien (aktiven) sowie die an Eiweiße gebundenen (inaktiven) Hormone bestimmt werden. Im Gegensatz dazu werden im Speichel nur die freien, also aktiven Hormone bestimmt. Nur diese sind relevant und aussagekräftig.

Das Gleichgewicht ist beim Thema Hormone sehr wichtig. Die verschiedenen Hormone kann man sich sehr gut an einem Mobilé vorstellen. Verändert man nur etwas an einer Seite des Mobilé, so kommt dieses schnell aus dem Gleichgewicht. Aus diesem Grund macht es keinen Sinn, Hormone nur einseitig zu substituieren. Vielmehr ist es wichtig, die Hormone insgesamt zu betrachten.

Möglichkeiten, Hormone auszugleichen

1. Naturheilkunde

a) Homöopathisch konstitutionell. Hier wird das passende hömöopathische Mittel nach einem ausführlichen Gespräch individuell für jeden Menschen bestimmt. Dieses homöopathische Typenmittel unterstützt dann auch den hormonellen Bereich.
Homöopathisch mit Hormonen in Tiefpotenz (D4). Es gibt alle Hormone homöopathisch potenziert in darauf spezialisierten Apotheken.
b) Pflanzenheilkunde.
Hier gibt es viele verschiedenen bewährte Präparate, z.B. als Tabletten oder in Tropfenform oder als Tee. Beispiele sind hier Cimicifuga, Yamswurzel oder Rhabarber…
c) Akupunktur
Über gezielte Akupunktur können die Hormondrüsen angeregt werden.
d) Ätherische Öle können auch stimulierend auf Hormondrüsen wirken, z.B. Basilikum, Archangelika usw.

Dies sind nur einige Beispiele zur naturheilkundlichen Unterstützung. Es gibt viele weitere Möglichkeiten.

2. Ernährung
Gute Öle verwenden, z.B. Leinöl, Kräuter, frisches Obst und Gemüse, fetthaltige Joghurts, Quark, Käse (keine Lightprodukte)

3. Vitalstoffe / Mikronährstoffe

4. Bewegung / Sport

5. Ausreichend Schlaf

6. Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung

7. Hormoncremes
Auch bioidentische Hormone sind wie die synthetischen verschreibungspflichtig. Verschreibungsfrei ist die homöopathische D4-Potenz. Hormone wirken schon in sehr geringen Dosierunng.
Wenn ich aufgrund Ihres Befundes der Meinung bin, dass ein verschreibungspflichtiges Präparat sinnvoll wäre, können Sie dies mit Ihrem Arzt absprechen. Alternativ kann ich Ihnen auch einen Arzt aus unserem Netzwerk der Hormonselbsthilfe empfehlen.